Dienstag, 6. Juni 2017

Linke, BDS und Israel



Never ending story
BDS, Linke und Israel

Luis Liendo Espinoza

Eine besonders widerliche Variante des Israel-Boykotts wiederholt sich alljährlich in Italien ausgerechnet am 25. April, dem italienischen Gedenktag an die Befreiung Italiens vom Nationalsozialimus. 2014 kam es zu häßlichen Szenen, als Palästina-Unterstützer Angehörige und Mitglieder der Jüdischen Brigade während eines Aufmarsches antifaschistischer Organisationen lautstark anpöbelten und tätlich angriffen. Die Jüdische Brigade war eine Einheit von jüdischen Freiwilligen und Soldaten, welche im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Alliierten gegen die Nazis kämpften. Juden innerhalb und außerhalb des Mandatsgebietes hatten seit Jahren dazu gedrängt, eine eigenständige jüdische Einheit zu formieren, doch erst gegen Ende des Krieges konnten sich die Alliierten dazu durchringen, dem Wunsch der Juden nachzukommen. Die Jüdische Brigade war an den letzten Offensiven im Norden Italiens beteiligt und wurde später Teil der alliierten Besatzungsmacht. Teile der Brigade nahmen später an inoffiziellen Operationen zur Verfolgung und Tötung von Nazikriegsverbrechern und der Fluchthilfe für Überlebende der Shoa teil. In Selvino betreuten Mitglieder der Brigade ein Heim für hunderte jüdische Kinder aus den unzähligen Ghettos und KZs des Dritten Reiches.“