Donnerstag, 4. Dezember 2014

Nachtrag: Initiative Zukunft braucht Erinnerung und Israel

Im Juli 2014 auf dem Höhepunkt der antizionistischen Gewalt in Europa, als ein Dschihadistischer Mob von jüdischen Jugendlichen in Paris nur mit Gewalt daran gehindert werden konnte, über eine Synagoge und dutzende darin eingesperrte Besucher herzufallen und in ganz Europa gegen Juden und Israel Stimmung gemacht wurde, fühlte sich die Initiative Zukunft braucht Erinnerung, bei der auch ich als Autor tätig war, dazu bemüßigt, auf Distanz zu Israel zu gehen:

Es scheint nicht möglich zu sein, seine Anteilnahme zu zeigen, ohne die ewig gleichen Argumente auszutauschen. Dabei muss man keine Position einnehmen, um über diese Situation traurig und verzweifelt zu sein.“

Damit plädiert eine der meist gelesenen Websites zum Thema Nationalsozialismus und Antisemitismus dazu, sich dem Angriff eliminatorischer Antisemiten auf dem Staat Israel gegenüber neutral zu verhalten. Der Konflikt des Judenstaates gegen eine antisemitische Terrorarmee, d.h. die Bedeutung des Konflikts wird zum „Reigen von Anklage und Gegenanklage“ verklärt. Der inhaltlich anspruchslose Appell für eine Friedensaktion läuft allein darauf hinaus, auf friedliche Art eben die Existenz eines eliminatorischen islamischen Antisemitismus schlicht zu ignorieren. In der Tat eine Bankrotterklärung, welche eindeutig im Widerspruch zu einer fundierten Aufklärungsarbeit zum Thema Antisemitismus und Nationalsozialismus steht. Für Antifaschisten kann es keine neutrale Position gegenüber einer globalen Massenbewegung geben, deren Ziel die Vernichtung Israels ist. Zukunft braucht Erinnerung findet sich dabei jedenfalls in guter Gesellschaft. Die überwiegende Mehrheit der Masse an Initiativen und NGO's im deutschsprachigen Raum, welche sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzen und in Anspruch nehmen, einen Beitrag zur Bekämpfung des Antisemitismus zu leisten, bevorzugen es, sei es aus reinem Opportunismus oder Antizionismus, zur antisemitischen Mobilisierung gegen Israel zu schweigen.