Sonntag, 27. Juli 2014

Antisemitismus in Europa 2012

Zum Nachlesen:


"Berichte, Statistiken und Umfragen verschiedener NGO’s und Institute in den letzten Jahren weisen unübersehbar auf eine besorgniserregende Entwicklung in Europa hin: Im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts kam es zu einer nachhaltigen Zunahme antisemitischer Vorfälle, welche über 50 Jahre nach der Niederwerfung des NS-Regimes einer neuerlichen globalen Verbreitung und Dynamik antisemitischer Bewegungen und deren Ideologie geschuldet ist. Hier ist nicht von unzähligen antisemitischen Graffiti, Drohungen oder der Hetze im Internet die Rede, sondern von einer ernsthaften Eskalation der Gewalt. Die von Islamisten und linken Antizionisten besonders in West- und Mitteleuropa forcierte politische und mediale Mobilisierung gegen Israel führt nicht allein zu periodischen Eruptionen antisemitischer Gewalt und Hetze, sondern auch zu einer stetigen Steigerung des antisemitischen
Normalpegels (Jörg Lau). [...] Berücksichtigt werden muss auch der Umstand, dass umfassende Sicherheitsmaßnahmen der jüdischen Gemeinden in Europa und die Weigerung vieler Juden, in Europa in bestimmten Stadtteilen sichtbar in der Öffentlichkeit aufzutreten, Angriffsflächen effektiv minimieren und dass zudem in westlichen Ländern seit zwei Jahrzehnten offensiv über den Nationalsozialismus aufgeklärt wird. Diese Tatsachen weisen auf ein beunruhigendes Potential des Hasses und der Gewalt hin, welches sich ungeachtet effektiver Hindernisse verbreitet. Mit anderen Worten: Es gibt ernstzunehmende Gründe, die dafür sprechen, dass selbst heute mit Brandstiftungen, physischen Attacken und Anschlägen islamistischer Zellen noch nicht der Gipfel dieser antisemitischen Bewegung erreicht worden ist."